es begann im irc
1997

Im IRC-Channel #dortmund im IRCNet tauchte eine gewisse Frau JanisJ auf. Sie chattete überwiegend aus der Fachschaft der FH Dortmund, wo sie einige Studenten kannte. Was hat es mit der Werderstrasse zu tun? Nunja, Janis zog zu dieser Zeit zufällig in die Werderstrasse.

zwei ircer auf einem haufen
1998

Janis hatte von mittlerweile viele Leute auf #dortmund kennengelernt, einen eigenen Rechner und ein Modem. Wie es so ist, kommt es aufgrund von hormonell bedingten Frühjahrsunzurechnungsfähigkeiten schon mal zu Brunftverhalten unter Chattern, so daß für die nächten beiden Jahre Janis und dax ein Paar wurden und gemeinsam in der Werderstrasse wohnten. Da beide es gewohnt waren eine Menge Mücken für Onlinezeit auszugeben, hatte man zusammen ein recht gutes Budget für Internet-Zwecke, so daß schnell zwei USR Sportster Modems standleitungsfähig "gehackt" wurden und eine analoge Standleitung zum großzügigen Trafficspender Chaosman geordert wurde. Fortan hatten wir feste IP-Adressen.

die werderstrasse wird zum magnet
1999

Da Blaubaer, ebenfalls #dortmund-IRCer, bei einem ISP arbeitet und so im elterlichen Kinderzimmer bereits durch eine Standleitung verwöhnt war, suchte er als er aufgrund ähnlich zuvor beschriebener Bruftvorhaben mit Mishale zusammenziehen wollte, eine Bleibe mit günstiger Internet-Anbindung. Als in der Werderstrasse eine Wohnung frei wurde, passte es sprichwörtlich wie der Arsch auf den Eimer. Mish und BB zogen in die Werderstrasse und fortan waren es schon 4 Bewohner an der 28.8er Standleitung mit 6 nutzbaren IP-Adressen.

Blaubaer und dax fingen im gleichen Jahr fast zeitgleich bei Comtron zu arbeiten an. Wieder passte ein Arsch auf einen Eimer. Comtron war gerade einmal 1800 Leitungsmeter entfernt, also haben wir ein Experiment gestartet: Es wurde eine weitere Analog-Standleitung gemietet, dieses mal zu Comtron. An diese kamen allerdings nicht gehackte Analogmodems, sondern schwer erkämpfte, Back-to-Back-fähige HDSL-Modems mit 768kbit Up- und Downstream und lächerlichen 4ms Latenzzeit. Damit waren wir die Kings.

die werderstrasse spricht sich herum
2000

Mittlerweile gab es unter den IRCern auf #dortmund (#dortmund war mittlerweile mehrfach in den Top-10 der deutschsprachigen IRC-Channel) eine regelrechte Warteliste - jeder wollte in die Werderstrasse ziehen.
jha schaffte es, als eine Wohnung über JanisJ und dax frei wurde. Leider berief Ihn die berufliche Berufung ins französische Franzosenland, so daß er die Wohnung eigentlich nur für ChrisBee renoviert hat, der diese von jha übernahm.

JanisJ und dax trennen sich zwar, aber dax kann die Werderstrasse nicht verlassen und zieht ein Haus weiter über Blaubaer und Mishale ein.

Es wird mal wieder eine Wohnung frei, und Azubiene erwischt sie. Wir sind auf unserem Höhepunkt angelangt und haben kurzzeitig 5 Wohnungen in 2 Häusern vernetzt.

Ab hier geht es leider mit der "Internet-WG" bergab. Beziehungen zerbrechen, berufliche Laufbahnen erzwingen Umzüge. Aber es geht weiter.

Mishale und Blaubaer verlassen uns nach Herten.

ein wandel zur virtuellen gemeinschaft
2001

In der Werderstrasse passierte 2001 nicht viel. JanisJ zog aus, dafür zog Bibi79SD ein. Azubiene zieht mit Ihrem Freund zusammen und die Wohnung in der Werderstrasse wird Ihnen zu klein (Kinderwunsch? ;)).

der letzte macht das licht aus
2002

Chrisbee zieht nach Mainz, Bibi79SD in den Dortmunder Westen. dax ist allein. Aber es sind ja noch die Rechner da. Immer mehr von den alten Bewohnern benutzen die Hardware der Werderstrasse noch von Ihrem neuen Wohnort aus - die Vorteile eines Linux-Servers. Die Werderstrasse hostet ein paar Hände voll Domains, spielt Mailserver für einige user, ist die Heimat von IRC-Bots und Bouncern und wird auch sonst gerne als gut angebundener Shellserver benutzt.

die metamorphose ist vollbracht
2003

Wir sind jetzt eine virtuelle Community - real sind nur noch die sonor rauschenden Rechner in der Küche der Werderstrasse Hausnummer 20. Dafür hat sich aber eine neue Community gebildet - es haben sich immer mehr Unix-Jünger um die Werderstrasse gescharrt und die Infrastruktur besteht nun aus mehreren Rechnern mit Unix- und unixartigen Betriebssystemen wie Linux und BSD. Vorbei sind die alten Zeiten der Realcommunity in der Werderstrasse, aber wir gehen voller Elan mit der Zeit weiter.

Der Umzug
2004

2004 zieht auch dax aus der Werderstrasse aus. Die Community bleibt, aber für die Rechner ist keine Anbindung mehr da. Hektisch wird nach einem Provider gesucht, dieser ist nach einigen Verhandlungen auch gefunden. Werderstrasse.de steht seit etwa Mitte des Jahres im Rechenzentrum von Tiscali. Es schliessen sich einige Hardwareprobleme an, der Rechner muss komplett getauscht werden. Die Werderstrasse-Community sammelt über 400 EUR für neue Hardware. Davon wird ein alter 1HE Compaq DL320 Server gekauft, aufgerüstet, eingerichtet, und verrichtet seit dem seinen Dienst. Gegen Ende des Jahres kommt es erneut zu Problemen. Ein Lüfter scheint defekt zu sein.

Auf ein Neues
2005

Die Probleme aus 2004 spitzen sich zu. Chrisbee muss ins RZ und Hand anlegen. Nicht der Lüfter war defekt, sondern dessen Tacho-Leitung. Nun läuft wieder alles bestens. Nach einigen Verhandlungen mit dem Provider ist der Platz für einen weiteren Rechner gesichert. Dieser ist bei Chrisbee im Probelauf und wird wohl bald online gehen.